T4 Eurovan

Seit ca 15 Jahren im Besitz eines unserer Stammkunden war der T4 EurovanMV letztes Jahr selbst mit gutem Willen nicht mehr durch den TÜV zu bringen. Die Flickschusterei zu Zeiten in denen ein T4 ein billiger Gebrauchtwagen war hatte der Karosserie den Rest gegeben. Die Entscheidung in solchen Fällen ist immer schwer, da man geneigt ist zu denken, daß die Reparatur wirtschaftlicher Schwachsinn ist und man ein vergleichbares Auto zu günstigeren Konditionen schon kaufen könnte. Aaaaaber erstens ist es dann wahrscheinlich ein neuerer Typ mit ganz anders gearteten Unterhaltskosten und sicher auch nicht ganz neu und somit in absehbarer Zeit auch behandlungsbedürftig und zweitens ist es nicht mehr der langjährige Begleiter. Aus unserer Sicht hat der Besitzer die richtige Entscheidung getroffen , auch wenn der Karossenjob wie immer nicht so ganz einfach war und die amerikanische Ausführung samt Automaticgetriebe, Gasanlage und Klimaanlage Herausforderungen stellte die es in sich hatten, vom Aufstelldach ganz zu schweigen.

Am Ende funktionierte alles wieder und die Besitzer waren froh sich für den alten neuen Bus entschieden zu haben.

T2 Hochdach in der Zielgerade

Seit 20 Jahren war der Surfbus eines bekannten Dresdner Clubbesitzers in unserer Werkstatt regelmässig zur Wartung. Leider verweigerte der TÜV 2016 seinen begehrten Segen wegen diverser Durchrostungen , vor allem im Schwellerbereich und am Vorderachskörper. Und so kam es wie es kommen musste-der Wagen wurde teilzerlegt , um die Reparatur zu beurteilen und zu planen:

Wohin man auch sah…überall kam mehr Rost zu Vorschein… Das Dach musste auch weichen…2 Tage später

Erste beherzte Schnitte mit der Flex… Rost Rost Rost

Dann das erste Treffen mit dem schockierten Kunden…Wie weiter??? Weiter!  Also komplett zerlegen:

Dann alles Schmutz und Unterbodenbeschichtungskram abkratzen…was für eine Sauarbeit…

Es folgte dann eine Sandstrahlreinigung und eine 400 Arbeitsstunden umfassende Schweißorgie bei der nahezu alle lieferbaren Reparaturbleche in die maroden Reste integriert wurden

Am Ende kam der Wagen zu einem Lackierer, der nach Kundenwunsch das matte Grün wieder auftrug

Sehr schöne Sache das, aber leider ist dem beauftragten Lackierbetrieb verschwiegen worden das auch der Unterboden lackiert  werden sollte… Nach erfolgter Reklamation beim Kunden sagte selbiger im  O-Ton “ Das ist jetzt dein Problem“ …  Okay, Probleme sind zum Lösen da: Schleifpapier, Schleifvlies und Silikonenferner … nach Abkleben des Oberbaus und dem Auftrag von 3 kg Farbe war dieser Mangel dann auch behoben

 

Endlich; wir haben mittlerweile Oktober 2019 kann der Zusammenbau beginnen:

Und so kann der Wagen pünktlich zum Beginn der kalten Jahreszeit zur Endfertigung in die warme Werkstatt umziehen

Das eine sehr gute Vorderachse aufgearbeitet wurde kann man oben gut erkennen; nebenbei wird der Motor auch noch teilüberholt. Mittlerweile ist der Wagen wieder so komplett wie der Kunde ihn zu uns gebracht hat, den Innenausbau möchte er dann selbst vollenden…

Bissl Restarbeit bleibt noch, ist aber eher kosmetischer Natur…

Deko Bulli

Was seit kurzem so problemlos über der Eingangstür unseres Hauptquartiers hängt, hat eine längere Geschichte und die beinhaltet schlussendlich auch die Restaurierung des Schätzchens.

Als wir 2002 unsere Firma gründeten hing in Königsbrück an der Hauswand einer typoffenen KFZ-Werkstatt ein schwarzes, teilweise geplündertes, angerostetes also lieblos hergerichtetes Vorderteil eines Lufboxer T3. (auch wenn auf den Bildern ein Kühlergrill zu viel zu sehen ist) Nach der Entdeckung fragten wir ca. 10 Jahre lang immer wieder vergeblich beim Betreiber der Werkstatt nach ob wir nicht dieses als Werbeträger für unsere Bulliklinik haben könnten. Erfolglos. Erst als wir die Hoffnung schon längst aufgegeben hatten, kam der Hinweis, daß die besagte Werkstatt demnächst schießen würde und die erneute Nachfrage beim Betreiber, mit dem wir mittlerweile fast ein freundschaftliches Verhältnis hatten, brachte den Durchbruch bei der Änderung der Besitzverhältnisse. : Und so rückten wir 2015 im Mai aus, das Teil mit einem 7,5Tonner mit Ladekran zu bergen..

Wie man den Bildern gut entnehmen kann ist der Zustand dem Alter entsprechend, die damaligen Gestalter haben den Bus einfach abgesägt und sich nicht mal die Mühe gemacht die Innereien auszubauen…

Nach der Entfernung der nicht mehr benötigten technischen Teile wie Armaturenbrett, Lüfterkiste, Pedalerie, Wischermechanik und Lenksäule wog das Teil schon mal gute 50kg weniger.

Dann folgt, wie bei einem fahrbereiten Bulli, die Instandsetzung der Karosserie. Es wurde geschweisst ,gehämmert und gebogen, am Ende auch grundiert…

Schnell noch eine Anprobe an der späteren Wirkungsstätte und dann weiter zum Lackierbetrieb. Diesen ansehnlichen Job leistete ein befreundeter Auto Lack Dokor in bewährter Qualität zum bevorzugten Preis für liebe Stammkunden.

Dann wurde das Teil im Foyer der Bulliklinik nur kurz zwischengelagert. Dieser Zustand dauerte dann doch nur 4 Jahre bis das Teil vor kurzem endlich komplettiert und mit Mike Sanders konserviert seinen Dienst als Landmarke antrat.

 

 

 

Freud und Leid

Heute war endlich der Tag an dem uns der 67er T1 wirklich verließ. Freude herrscht immer wenn die Arbeit geschafft ist aber ein wenig Wehmut ist immer dabei wenn uns ein Projekt so lange und unter dem Bedarf von so viel Herzblut begleitet hat. Zur Erinnerung noch mal ein paar Bilder: 2015 die Abholung:

Dann die Bearbeitung:

Mit neuwertigen Vordertüren ausgestattet trat der Wagen heut die Heimreise an…

Bleiben uns noch die Achsen hier zur Überholung… es wird also nie langweilig…

 

Küchenstudio

Die Küche musste raus weil die Karosserie dahinter repariert werden musste und die Gasheizung nicht funktionierte.

Unser Supermechaniker baut mit vollem körperlichen Einsatz alles wieder zusammen.